Pressemitteilung des Werra-Meißner-Kreises vom 07.09.2026:Die Selbsthilfekontaktstelle informiert ASA - Selbsthilfegruppe für „Anonyme Süchtige und deren Angehörige“ in Bad Sooden-Allendorf besteht
Die Selbsthilfegruppe ASA Bad Sooden-Allendorf wurde im Juni 1992 von damals nur sechs Personen in einem Wohnzimmer gegründet. Ziel war es, gemeinsam ohne Alkohol und anderen persönlichkeitsveränderten Stoffen, zu leben. Schon damals fanden diese Treffen, wie auch heute immer noch, wöchentlich statt.
Das in der Selbsthilfegruppe ASA gleichzeitig Betroffene und Angehörige zusammentreffen, um über ihre Sucht und die Schwierigkeiten als Angehörige offen zu reden, hat sich als sehr hilfreich erwiesen. Denn auch Angehörige können auf Dauer im Zusammenleben mit einem Süchtigen psychisch erkranken. Im gemeinsamen Dialog werden die unterschiedlichen Sichtweisen klar zum Ausdruck gebracht.
Bei den Treffen wird geweint, gestritten und diskutiert. Dies ist sehr hilfreich, damit Betroffene und Angehörige nicht nur lernen, sich zu verstehen und Handlungen zu akzeptieren, sondern auch anzuerkennen, dass eine Sucht vor Allem eine Krankheit ist!
„Wir erleben Höhen und Tiefen der Sucht oftmals hautnah. Rückfälle, Zusammenbrüche aber natürlich auch gelungene Therapien. All das gehört zur Krankheit dazu“, berichtet der Gruppenleiter.
Im Laufe der Jahre veränderten sich Zusammensetzung und Größe der Gruppe. Auch die Treffpunkte wurden aus den verschiedensten Gründen über die Jahre verändert. Los ging es in einem Wohnzimmer. Während der Corona-Pandemie mussten die persönlichen Treffen zeitweise ausgesetzt werden. Inzwischen trifft sich die Selbsthilfegruppe wieder regelmäßig in einem Raum im Gemeindehaus der St. Crucis Kirche.
Die Treffen finden nach wie vor jeden Freitag um 19:00 Uhr statt. Wer teilnehmen möchte kann sich gern vorab telefonisch (auch anonym) unter 0177 8 333 618 melden. Die Teilnahme ist aber auch ohne vorherige Kontaktaufnahme möglich.
„Drogen-, Spielsucht und Alkoholismus sind Krankheiten und werden von der Gruppe auch so gesehen. Wir wissen, dass es für Betroffene und Angehörige oft mit Scham verbunden ist, sich die eigene Situation einzugestehen und Hilfe anzunehmen“, sagt ein Gruppenmitglied. Der erste Schritt in ein suchtfreies Leben ist, darüber zu sprechen und es sich selbst einzugestehen, krank zu sein. Als Angehöriger ist es wichtig zu erkennen, dass der Partner / die Partnerin krank ist und für beide Seiten Unterstützung sinnvoll sein kann. Ist erst einmal diese Hemmschwelle überwunden, kann das Leben mit Hilfe der Selbsthilfegruppe zur Änderung beitragen. Ziel ist ein Leben ohne Sucht und dieses Leben zu genießen.
Die Teilnahme an der Selbsthilfegruppe ist kostenfrei.
Treffpunkt:
Ev. Gemeindehaus St. Crucis
Am Kirchplatz 2
37242 Bad Sooden-Allendorf
Menschen, die sich angesprochen fühlen, können sich gern auch an die Mitarbeiterinnen der Selbsthilfekontaktstelle wenden, um weitere Informationen zu erhalten.
Selbsthilfekontaktstelle Werra-Meißner
Anna Schmidt, Anja Fett, Britta Salewski, Ilka Römer-Gebhardt
Luisenstraße 23c
37269 Eschwege
Tel: 05651/ 302 25380
E-Mail:



