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Freiwillige Feuerwehr Wehretal

Gemeindebrandinspektor Daniel Gläßner und stellvertretender Gemeindebrandinspektor Stefan Brüggemann

Landstraße 70
37287 Wehretal OT Reichensachsen

E-Mail:
Homepage: https://www.feuerwehr-wehretal.de/


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Die Freiwillige Feuerwehr Wehretal besteht aus den fünf Einsatzabteilungen Reichensachsen, Hoheneiche, Langenhain, Oetmannshausen und Vierbach. Jede von ihnen stellt den Brandschutz und die schnelle Hilfe im eigenen Ortsteil sicher. Bei größeren Einsätzen arbeiten die Abteilungen eng zusammen und ergänzen sich mit ihren Fahrzeugen, ihrer Ausrüstung und den jeweiligen Erfahrungen.

Reichensachsen

Reichensachsen ist der größte Ortsteil und zugleich der zentrale Feuerwehrstandort der Gemeinde. Im Feuerwehrstützpunkt sind neben mehreren Einsatzfahrzeugen auch wichtige Führungs- und Unterstützungsfunktionen untergebracht. Der Standort spielt deshalb eine besondere Rolle bei der Koordination größerer Einsatzlagen sowie bei der gemeinsamen Aus- und Fortbildung der Wehretaler Feuerwehren.

Hoheneiche

Hoheneiche liegt südlich von Reichensachsen im Tal von Sontra und Wehre. Die Einsatzabteilung stellt den Brandschutz in diesem Bereich sicher und ist durch ihre Lage schnell auf den wichtigen Verkehrswegen im südlichen Gemeindegebiet einsatzbereit. Darüber hinaus unterstützt sie regelmäßig die anderen Wehretaler Abteilungen bei Bränden, technischen Hilfeleistungen und überörtlichen Einsatzlagen.

Langenhain

Langenhain ist durch sein ländliches Umfeld und die angrenzenden Wald-, Feld- und Wiesenflächen geprägt. Neben den klassischen Aufgaben der Brandbekämpfung und technischen Hilfeleistung nehmen daher auch Wald- und Vegetationsbrände einen besonderen Stellenwert ein. Die Einsatzabteilung sorgt zugleich für eine schnelle Hilfe im östlichen Gemeindegebiet.

Oetmannshausen

Oetmannshausen liegt nur wenige Kilometer von Reichensachsen entfernt und befindet sich in unmittelbarer Nähe wichtiger Verkehrswege. Dazu gehören die B 27 und die Anschlussstelle der A44. Auch die Gewässer Wehre und Sontra prägen das örtliche Einsatzgebiet. Entsprechend reicht das Einsatzspektrum von Verkehrsunfällen und technischen Hilfeleistungen bis zu Unwetter- und Hochwasserlagen.

Vierbach

Vierbach ist der kleinste Ortsteil der Gemeinde und liegt westlich von Reichensachsen. Gerade wegen der Entfernung zum zentralen Feuerwehrstandort ist die örtliche Einsatzabteilung für schnelle Erstmaßnahmen besonders wichtig. Sie stellt den Brandschutz im Ort und den umliegenden Wald- und Flächengebieten sicher und unterstützt bei Bedarf die weiteren Einsatzabteilungen.

 

Gefahren- und Einsatzschwerpunkte in Wehretal

Wehretal verbindet eine ländlich geprägte Umgebung mit stark frequentierten Verkehrswegen und moderner Infrastruktur. Dadurch ergibt sich für die Feuerwehr ein vielseitiges Einsatzspektrum. Zu den besonderen Gefahren- und Einsatzschwerpunkten gehören:

  • die Bundesautobahn 44 mit den Tunnelanlagen Trimberg, Spitzenberg und Boyneburg sowie der Wehretalbrücke,

  • die Bundesstraßen B 7, B 27 und B 452 mit einem hohen Verkehrsaufkommen und der damit verbundenen Gefahr schwerer Verkehrsunfälle,

  • die überregionale Bahnstrecke mit regelmäßigem Personen- und Güterverkehr,

  • Gewerbe-, Handels- und Industriebetriebe, insbesondere im Ortsteil Reichensachsen,

  • landwirtschaftliche Betriebe, Maschinen sowie ausgedehnte Wald-, Feld- und Wiesenflächen,

  • die Flüsse Wehre und Sontra sowie mögliche Starkregen-, Hochwasser- und Unwetterlagen,

  • Wohn- und Mischgebiete mit teilweise älterer oder enger Bebauung.

Um diesen unterschiedlichen Herausforderungen gerecht zu werden, arbeiten die fünf Einsatzabteilungen eng zusammen. Gemeinsame Übungen, abgestimmte Einsatzkonzepte und eine vielseitige Fahrzeugausstattung sorgen dafür, dass die Feuerwehr Wehretal auf unterschiedlichste Einsatzlagen vorbereitet ist.

 

  

Aktuelle Meldungen

Gemeinsamer Lehrgang der Feuerwehren Wehretal und Eschwege

(15.​10.​2026)

CSA-Lehrgang: Zehn bestanden, vier davon aus Wehretal

Zehn Einsatzkräfte haben den Lehrgang für den Chemikalienschutzanzug, kurz CSA, bestanden. Vier von ihnen kommen aus der Feuerwehr Wehretal.

Gemacht haben wir den Lehrgang zusammen mit der Feuerwehr Eschwege. Die Theorie lief bei uns im Feuerwehrhaus Reichensachsen, der praktische Teil dann in Eschwege.

Was ist ein CSA?

Ein CSA ist ein gasdichter Schutzanzug für Einsätze mit gefährlichen Stoffen, zum Beispiel wenn nach einem Unfall Chemikalien austreten.

Die Feuerwehr unterscheidet bei Gefahrstoffen drei Formen von Schutzkleidung. Bei Form 1 kommt zur normalen Einsatzkleidung eine Schutzhaube dazu, bei Form 2 ersetzt ein spezieller Schutzanzug die Einsatzkleidung. Beide halten Gase nicht zuverlässig ab.

Der CSA gehört zu Form 3. Nur diese schützt gegen feste, flüssige und gasförmige Stoffe. Das Atemschutzgerät trägt man unter dem Anzug, daher kommt der typische Buckel auf dem Rücken.

Lange arbeiten kann man darin nicht. Die Tragezeit ist auf etwa 30 Minuten begrenzt, davon gehen rund 10 Minuten für die Grobreinigung nach dem Einsatz ab. Für die eigentliche Arbeit bleiben also etwa 20 Minuten.

Dazu kommen das Gewicht der Ausrüstung, die schlechte Verständigung und die Wärme, die sich im Anzug staut.

Übrigens: Bevor es in explosionsgefährdete Bereiche geht, wird der Anzug mit Wasser angefeuchtet, damit er sich nicht elektrostatisch auflädt.

Voraussetzung für den Lehrgang, der auch „Atemschutzgeräteträger II“ heißt, ist die normale Atemschutzausbildung.

So lief der Praxisteil

Schon beim Anlegen braucht man Hilfe. Ist man erst einmal drin, wird alles mühsamer: Die Sicht ist eingeschränkt, und mit den dicken Handschuhen ist jeder Griff eine Fummelei. Geübt wurde unter anderem an Schlauch und Armatur.

Außerdem gehörte eine Menschenrettung dazu. Ein Behälter war vom Lkw gekippt, und die grüne Fläche auf dem Boden stand für den ausgelaufenen Stoff.

Daneben lag eine Person, die aus dem Gefahrenbereich gerettet werden musste. Zum Glück war es nur eine Übungspuppe.

Geregnet hat es auch noch. Im Anzug stört das zwar kaum, aber nass wird man darin trotzdem, nur eben von innen.

Danke nach Eschwege

Vielen Dank an die Feuerwehr Eschwege für die gute Zusammenarbeit. Und an alle zehn: herzlichen Glückwunsch!

Quellen

Foto zur Meldung: Gemeinsamer Lehrgang der Feuerwehren Wehretal und Eschwege
Foto: Ein Trupp unter CSA bei einer Menschenrettung

Infoveranstaltung zur Zusammenarbeit zwischen Polizei und Feuerwehr

(23.​09.​2026)

Feuerwehr und Polizei – gemeinsam im Einsatz

 

Wenn Feuerwehr und Polizei an einer Einsatzstelle zusammenarbeiten, müssen Abläufe abgestimmt, Gefahren richtig eingeschätzt und wichtige Informationen zuverlässig weitergegeben werden. Genau darum ging es bei einer Informationsveranstaltung für die Feuerwehrangehörigen aus dem gesamten Wehretal.

Zu Gast waren unser Schutzmann vor Ort, Marco Hahn, und seine Kollegin Andrea Roselieb von der Polizeidirektion Werra-Meißner. Beide gaben den Teilnehmenden einen Einblick in die polizeiliche Arbeit und erläuterten, worauf es bei gemeinsamen Einsatzlagen besonders ankommt.

 

Besprochen wurde unter anderem das richtige Verhalten an Brandstellen. Auch wichtige Hinweise für die eingesetzten Feuerwehrkräfte sowie die Zusammenarbeit und Aufgabenverteilung zwischen Feuerwehr und Polizei waren Teil des Abends.

 

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf besonderen Einsatzlagen wie Geldautomatensprengungen. Dabei wurde deutlich, dass solche Einsatzstellen mit erheblichen und teilweise schwer erkennbaren Gefahren verbunden sein können. Für die Einsatzkräfte ist es deshalb entscheidend, mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen, Sicherheitsabstände einzuhalten und das weitere Vorgehen eng miteinander abzustimmen.

 

Neben den fachlichen Informationen blieb ausreichend Zeit für Fragen und den persönlichen Austausch. Die Feuerwehrangehörigen konnten dabei auch konkrete Situationen aus dem Einsatzalltag ansprechen.

Die Veranstaltung hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, die Arbeitsweise der jeweils anderen Organisation zu kennen. Denn eine gute Zusammenarbeit beginnt nicht erst an der Einsatzstelle, sondern bereits bei der gemeinsamen Vorbereitung.

 

Vielen Dank an Marco Hahn und Andrea Roselieb für die interessanten Einblicke, die verständlichen Erläuterungen und den offenen Austausch.

Foto zur Meldung: Infoveranstaltung zur Zusammenarbeit zwischen Polizei und Feuerwehr
Foto: v.l.n.r Andrea Roselieb (Polizei Nordhessen), Daniel Gläßner (GBI Wehretal), Marco Hahn (Schutzmann vor Ort, Polizei Nordhessen)

Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehaus in Reichensachsen

(12.​09.​2026)

Ein neues Zuhause für unsere Feuerwehr – und ein Gewinn für ganz Wehretal


 

Seit April gehört das neue Feuerwehrhaus Auf dem Bruche bereits zu unserem Alltag. Wir rücken von hier aus zu Einsätzen aus, bilden uns weiter und verbringen Zeit miteinander. Am Samstagmittag konnten wir es nun auch offiziell einweihen – gemeinsam mit fast 200 Gästen aus Feuerwehr, Politik, Verwaltung und den Organisationen, mit denen wir eng zusammenarbeiten.


 

„Das neue Feuerwehrhaus bietet optimale Voraussetzungen für Ausbildung, Einsatzbereitschaft und Kameradschaft“, erklärte unser Gemeindebrandinspektor Daniel Gläßner in seiner Eröffnungsrede. Was das für uns bedeutet, wird an vielen Stellen deutlich: mehr Platz für Fahrzeuge und Ausrüstung, geeignete Arbeitsbereiche für die Gerätewartung und Räume, in denen Ausbildung und gemeinsames Miteinander ihren festen Platz haben.


 

Dabei reicht die Bedeutung des Hauses weit über Reichensachsen hinaus. Zwei große Schulungsräume bieten Möglichkeiten für die Ausbildung der Wehretaler Feuerwehren und für Lehrgänge auf Kreisebene. Landrätin Nicole Rathgeber unterstrich diese Zusammenarbeit und würdigte die Menschen, die sich mit ihrer Zeit und ihrem Engagement für die Feuerwehr einsetzen.


 

Unser Bürgermeister Frank Kummer machte zugleich deutlich, dass alle fünf Ortsteilfeuerwehren weiterhin gebraucht werden: „Die Feuerwehren in Hoheneiche, Langenhain, Oetmannshausen und Vierbach bleiben unverzichtbar. Im Zusammenspiel dieser fünf Wehren funktioniert Feuerwehr Wehretal.“


 

Mehr Platz – und bessere Bedingungen für den Einsatzalltag


 

Im Vergleich zum bisherigen Standort bietet das neue Feuerwehrhaus deutlich mehr Platz für unsere Aufgaben. Acht Fahrzeugstellplätze, eine Waschhalle, Werkstattbereiche, Büros sowie Schulungs- und Besprechungsräume schaffen die Voraussetzungen dafür. Draußen stehen uns eine großzügige Übungsfläche und ein Übungsturm zur Verfügung. Die Alarmparkplätze sind vom Publikumsverkehr getrennt, damit unsere Einsatzkräfte im Alarmfall sicher zum Gebäude gelangen können.


 

Auch die Gesundheit unserer Kameradinnen und Kameraden spielte bei der Planung eine wichtige Rolle. Bei den Rundgängen erläuterte unser stellvertretender Wehrführer Dominik Ludwig die sogenannte Schwarz-Weiß-Trennung. Dahinter steckt ein klarer Gedanke: Verschmutzte Einsatzkleidung und Ausrüstung sollen von den sauberen Aufenthalts- und Ausbildungsbereichen getrennt bleiben. Duschmöglichkeiten und geregelte Abläufe bei der Reinigung belasteter Schutzkleidung unterstützen dieses Konzept.


 

Für die Gerätewarte gibt es hinter den Fahrzeughallen eigene Arbeitsbereiche. Dort kann die Ausrüstung geprüft, gewartet und für den nächsten Einsatz vorbereitet werden. Eine Photovoltaikanlage und eine Wärmepumpe gehören ebenfalls zur Ausstattung des neuen Hauses.


 

Ein Ort für Ausbildung, Nachwuchs und Kameradschaft


 

Feuerwehr findet nicht nur während eines Einsatzes statt. Übungsdienste, Lehrgänge, Besprechungen und die Arbeit mit unserem Nachwuchs gehören genauso dazu. Dafür bietet das neue Haus deutlich bessere Bedingungen.


 

Auch unsere Kinder- und Jugendfeuerwehren wurden bei der Planung berücksichtigt. Ein eigener Aufenthaltsraum und Platz in den Umkleiden zeigen: Ihr gehört dazu. Kreisjugendwartin Nina Gerhardt betonte in ihrem Grußwort, wie wichtig solche Orte sind, an denen junge Menschen Erfahrungen sammeln und Kameradschaft, Respekt und Zusammenhalt erleben können.


 

Nach einem anstrengenden Dienst darf auch das Zusammensitzen seinen Platz haben. Die Aufenthaltsbereiche und die Terrasse bieten dafür Raum. Denn vieles, was uns im Einsatz als Mannschaft trägt, wächst in den gemeinsamen Stunden davor und danach.


 

Gemeinsam für die kommenden Jahre aufgestellt


 

Mit einem aktuellen Kostenstand von rund 5,7 Millionen Euro liegt das Projekt unter der Kostenschätzung aus dem Jahr 2023. Für Bürgermeister Frank Kummer ist es eine Investition, die über Jahrzehnte wirken soll – in die Sicherheit der Bevölkerung und in die Menschen, die sich dafür ehrenamtlich einsetzen.


 

Auch bei den Fahrzeugen stehen Veränderungen an. Für das kommende Jahr ist ein Gerätewagen Logistik vorgesehen, der unter anderem Material für die Einsatzstellenhygiene transportieren soll. Ein Staffellöschfahrzeug mit Ausstattung zur Vegetationsbrandbekämpfung soll außerdem unser rund 30 Jahre altes Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 ersetzen. Mit dem Einsatzleitwagen 2 und dem Gerätewagen Information und Kommunikation des Landkreises übernimmt der Standort zudem wichtige Aufgaben über die Gemeindegrenzen hinaus.


 

Die Grußworte aus der Landespolitik, der Gemeindevertretung, dem Kreisfeuerwehrverband sowie von Polizei und DRK machten deutlich, wie eng unsere Arbeit mit der vieler anderer verbunden ist. Ob im täglichen Einsatzgeschehen oder bei größeren Schadenslagen: Verlässliche Zusammenarbeit braucht Menschen, die sich kennen und aufeinander zählen können.


 

Nach den Fürbitten und der Segnung durch Pfarrer Dirk Panke konnten unsere Gäste das neue Feuerwehrhaus bei Rundgängen kennenlernen. Dabei gab es Gelegenheit, Fragen zu stellen und sich die Räume und technischen Einrichtungen erklären zu lassen – von den Alarmmonitoren in den Umkleiden bis zu den Arbeitsplätzen für die Einsatzunterstützung und Dokumentation.


 

Wir bedanken uns bei allen, die dieses Projekt von den ersten Planungen bis zur Fertigstellung begleitet und möglich gemacht haben. Ebenso danken wir allen Helferinnen und Helfern, die unsere Einweihung vorbereitet und unterstützt haben.


 

Das neue Haus ist längst mit Leben gefüllt. Jetzt freuen wir uns auf viele gemeinsame Übungsdienste, auf die Entwicklung unseres Nachwuchses und auf die Begegnungen, die diesen Ort zu unserem Feuerwehrhaus machen. Den Wunsch, den Bürgermeister Frank Kummer uns mit auf den Weg gab, nehmen wir dabei mit: „Kommt nach jedem Einsatz gesund und vollzählig wieder nach Hause!“


 

Text: Feuerwehr Wehretal auf Grundlage des bereits veröffentlichten Berichts der Werra-Rundschau. Die Zitate wurden diesem Bericht entnommen.

Fotos: Marie Gonnermann, Werra-Rundschau


 

Foto zur Meldung: Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehaus in Reichensachsen
Foto: Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehaus in Reichensachsen


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